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29.04.2007: FC Augsburg-FCK

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Aufstieg Ade - Schlagstöcke tun weh

3:2 hat der FCK in Augsburg verloren. Das war´s dann wohl auch mit der letzten neu aufgekeimten Aufstiegshoffnung, die in dieser Saison ja schon öfters verlorenging. Sven Müller kassierte nach ca. 15 Minuten eine völlig unnötige Geld-Rote Karte, als er nach seinem groben Foul auch noch diskutieren musste. Trotzdem schafften es die Teufel nach dem 1:0 nach einem Foulelfmeter noch zur Pause auszugleichen durch ein Tor von Opada. In der zweiten Halbzeit hatte der FCK die besseren Chancen, nutzte sie aber nicht. Und so kam es zum 2:1 für die Hausherren. Aber auch das konnte wieder ausgeglichen werden durch Meissners Kopfballtor. Nach dem 3:2 war dann aber leider Schluß. Dennoch hat die Mannschaft Moral gezeigt und auch mit 10 Spielern nach vorne gespielt. Etwas, dass ich zum Beispiel in Jena vermisst habe. Da lief gar nichts mehr nach dem Platzverweis. Und so wurden auch einige der vor dem Spiel u.a. von FCK-Vorstand Jaworski und Demai verteilten Fahnen (es gab auch noch Pins und eine Postkarte) geschwenkt, die als Dankeschön für die treue Unterstützung bei den Auswärtsspielen gedacht waren. Mehr Punkte wäre natürlich besser gewesen. Nach dem Spiel kam es dann noch zu einem eher zweifelhaften Einsatz der Polizei hinter dem Gästeblock. Ich selber kann nur das berichten, was ich gesehen habe. Als ich die Treppe nach einigem warten hinunterging, sah ich, dass es vor den hinteren Toiletten eine Rangelei gab. Kurz danach beruhigte sich das ganze wieder und Polizei, Ordnungdienst und Fans standen sich in dem recht engen Platz gegenüber. Dann startete die Polizei. Sie lief auf die Fans zu und es kam zum Einsatz von Schlagstöcken, bis es dann wieder kurz danach aufhörte. Es gab dann noch eine verbale Äusserungen, aber keine übergriffe. Als ich dann runterging, sah ich einige verletzte FCK-Fans, u.a. einen, der seinen schmerzen am Rücken hatte, ein anderer, der am Bein bltutete und noch einige mehr, die versorgt werden mussten. Von den näher am Geschehen dranstehenden konnte keiner diesen Knüppeleinsatz verstehen. Auch wenn vorher etwas vorgefallen war, gab es für diesen Einsatz keinen plausiblen Grund. Es ist schon schade, wenn bei ca. 3000 Fans nur durch den Einsatz der Polizei verletzte zu beklagen sind. Wäre ohne die Anwesentheit der schwarzen Polizei überhaupt etwas passiert? Währen der Einsatz der "normalen", grünen Polizisten eigentlich recht zurückhaltend war und auch bei manchen positive Resonanz fand, z.B. die Zurückhaltung beim Eingang, wo kaum Präsenz gezeigt wurde, ging dann vielen, auch "normalen" Fans der Einsatz der schwarz gekleideten Truppe eindeutig zu weit. Auf dem Rückweg begegnete ich auch einer Gruppe von Fans, eine Familie, die sich bei einem normalen Polizisten massiv über den Einsatz beschwerten und dort mitteilten, was da abging. Sie konnten den Einsatz nicht nachvollziehen. Fanforscher Gunther A. Pilz sprach letzte Woche davon, dass es wichtig ist, dass ein Einsatz auch nachvollziehbar sei, dass die Polizei den Fans gegenüber auch klar macht, um was es geht, was der Sinn ist und so im Vorfeld schon viele Konflikte vermieden werden können. Dazu zähle auch der Einsatz von Konfliktbeamten. Hätte ein solcher nach dem ersten Vorfall versucht, die Fronten zu klären, es wäre wohl nach meiner Einschätzung nicht dazu gekommen, dass einige FCK-Fans verletzt worden wären. Denn es ist schon Schade, wenn ein Polizeieinsatz plötzlich gefährlicher wird als drei Rauchbomben im Block, gegen die man vielleicht vorgehen möchte. Im Bericht der Augsburger Zeitung vom Montag war dann leider nichts davon zu lesen, dass der Polizeieinsatz zu mehreren Verletzten auf seiten der FCK-Fans führte. Nur von 14 vorläufigen Festnahmen und dass versucht wurde, eine Festnahme zu verhindern. Besorgniserregend ist auch, dass auch mich, wohl genauso wie die Familie mit den kleinen Kindern neben mir, der Knüppel hätte treffen können, wenn wir zuvor nicht im Stau auf der für die Menschenmenge viel zu kleinen Treppe hätten stehen müssen. Denn wer einfach so in eine Menge stürmt, die nur dasteht (zumindest in diesem Moment, den ich beobachtet habe), hat wohl nicht vor, zu differenzieren oder gezielt vorzugehen.