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Plastische Chirurgie und Schönheitschirurgie – gibt es Unterschiede?

Leider kommt es immer wieder zu Missverständnissen zwischen der plastischen Chirurgie und der Schönheitschirurgie (Schönheitsoperation). Egal, ob eine Nasenkorrektur, Brustvergrößerung oder eine Fettabsaugung, oft wird hier von Laien der Begriff plastische Chirurgie verwendet. Doch beim genaueren Betrachten gibt es einen erheblichen Unterschied, denn die Plastische Chirurgie beinhaltet Techniken und Methoden, die in den Bereichen der rekonstruktiven als auch in der ästhetischen Chirurgie verwendet und angewendet werden können. Hinter dem Begriff Schönheitschirurgie verbirgt sich ein reiner deutscher Begriff und im Prinzip, kann sich jeder Arzt in der Bundesrepublik Deutschland auch Schönheitschirurg nennen. Selbst wenn keine spezielle Ausbildung in der ästhetischen Chirurgie vorgewiesen werden kann. Die Ausbildungsdauer für die Plastische Chirurgie beträgt 6 Jahre. Wobei sich diese in zwei Teile splittet. 2 Jahre Common-Trunk (Basischirurgie Weiterbildung) und 4 Jahre ästhetische und plastische Chirurgie. Wer sich einer Schönheitsoperation unterziehen möchte, der sollte nicht nur dem Klingelschild des Arztes vertrauen. Denn wie zuvor erwähnt, ist der Titel Schönheitschirurg in Deutschland leider nicht geschützt. Ein sehr guter Orientierungspunkt ist, dass bei der Wahl des Arztes darauf zu achten ist, dass er in der Fachgesellschaft DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen) aufgenommen wurde. In Deutschland sind also nur die Facharzttitel geschützt und Operationswillige können sich also an diesen Titel orientieren. Innerhalb von Deutschland gibt es rund 1.000 einschlägige Fachärzte, die Zahl der angeblichen Schönheitschirurgen hingegen ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert.

Die Plastische Chirurgie – die Wahl eines kompetenten Facharztes

Plastische Chirurgie

Schönheits- und plastische Chirurgie in Deutschland

Wer ein zufriedenstellendes Ergebnis bei der Operation erzielen möchte, der sollte sich natürlich nach einem ausgebildeten Arzt umsehen. Die ersten Tipps einen solchen Arzt ausfindig zu machen, könnte bereits der eigene Hausarzt haben. Zudem bietet die DGPRÄC auch eine Liste (online) mit allen fachkundigen Ärzten zum Einsehen an. Operationen im Gesicht können zudem auch von einem Hals-Nasen-Ohren-Facharzt durchgeführt werden. Mund- und Kieferchirurgen, die über eine zusätzliche Ausbildung für die Plastische Chirurgie verfügen, sind ebenfalls für Eingriffe sehr gut geeignet. In der Regel lässt sich eine Vielzahl an Eingriffen auch in der Praxis oder in einer Praxisklinik durchführen. Bei größeren Operationen hingegen, sollte ein Krankenhaus aufgesucht werden. Zudem sollte der Patient zum Arzt auch ein gewisses Vertrauen haben. Ein erstes Beratungsgespräch hilft dabei, Unsicherheiten abzulegen. Der Patient sollte sich auch nicht scheuen, den Arzt nach Erfahrungen zu fragen. Weicht der Arzt dieser Frage aus, ist das oftmals ein sehr schlechtes Anzeichen. Der Arzt sollte zudem beim Beratungsgespräch die genauen Techniken des Eingriffes, den kompletten Operationsablauf und natürlich auch Risiken ansprechen. Treten nach dem Beratungsgespräch noch offene Fragen auf, sollte der Arzt jederzeit erreichbar sein und diese Fragen beantworten können. Eine erste Vorauswahl kann jedoch bereits mit den zuvor genannten Facharzttiteln getroffen werden. Hinter einem Schönheitschirurg verbirgt sich in der Regel ein ganz „normaler“ Arzt ohne jegliche Zusatzausbildung.

 

 

 

 

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